Re: Autofs + Sun OS


Johannes Nix (jnix@mail.uni-oldenburg.de)
Fri, 21 May 1999 01:46:28 +0200


In message <19990516140807.A17555@finlandia.infodrom.north.de>, Martin Schulze
writes:
>
> a) Es ist bekannt, dass Linux Probleme mit Sun NFS hat. Mag sein,
> dass sich das inzwischen gelegt hat. Das Problem lag irgendwo
> in den Puffergroessen, iirc.

wo kann man da genaueres drüber herausfinden ? In den Usenet news
comp.os.solaris und comp.os.linux.networking und mit dejanews hab ich
da nichts gefunden.

Gibt es da wohl einen SUNOS Patch zu ? Da unser Problem mit den
Kerneln/nfsservern von SuSE 5.3 bis 6.1 aufgetreten ist, vermute ich
die Schuld eher bei der vergreisten SunOS Version.

> in den Puffergroessen, iirc.
                             ^^^^ ???? WMTA

(What means that acronym)

soviel ich gelesen habe (NFS HOWTO), verlangsamt(e) eine inkompatible
Puffergröße den NFS Zugriff von Linux auf SUN erheblich, von Ausfällen
des servers habe ich aber nichts gelesen.

>
> b) Zugriffsverweigerungen: Die neueren NFS-Programme (rpc.{mountd,nfsd,portm
>ap})
> werden ueber /etc/hosts.{allow,deny} gesteuert. Da musst Du den
> Zugang fuer die anderen Rechner evtl. vorher freischalten.

Es gab Probleme (und zwar massive), wenn ich z.B. eine Partition via
automounter auf /home/giga/joeuser und zusätzlich auf /home/joeuser
gemounted habe. Diese Probleme traten aber ebenfalls nicht sofort auf
und lediglich auf den SUNS. Ich hatte zuletzt den Eindruck, daß man
die IP-Nr. 127.0.0.1 dann explizit zusätzlich in hosts.allow aufnehmen
muß. Momentan habe ich aber die diesbezüglichen Experimente
suspendiert damit meine Kollegen überhaupt was tun können.

Ich habe weiterhin beobachtet, daß bei Freigabe von rpc.rstatd in
hosts.allow bis zu 250 solcher Prozesse aufliefen, was mir nicht so
gesund erscheint. Einen Zusammenhang mit dem Verhalten des servers
sehe ich aber bisher nicht.

Weiterhin bilde ich mir ein, daß das Eintragen von "nis" in die Zeile
"services" der Datei /etc/nsswitch.conf die Problemhäufigkeit
verringert hat. Eine Kausalbeziehung kann ich aber nicht erkennen.

Schließlich wundere ich mich, daß in /etc/nsswitch.conf ebenfalls eine
Zeile "rpc" auftaucht, bei unseren NIS Maps aber gar keine rpc Map
dabei ist. Liegt vielleicht der Hase hier im Pfeffer ? Ich hab den
Krempel bisher so verstanden daß der portmapper demon irgendwie eine
Portnummer vergibt, wenn ein service (was weiß ich, beim Namen)
verlangt wird.

Letzte Woche hatten wir in mindestens zwei weiteren Fällen Probleme,
wo ein nfsserver auf eine Linux Kiste mehrfach den Dienst an Linux
Clients auf anderen Rechnern einstellte. Neustarten des nfsservers
half meistens, aber nicht immer. Bei der einen Kiste handelte es sich
um einen single-Prozessor 486er mit SUSE 6.1 / 2.2.5er Kernel, bei der
anderen um ein PentiumPro SMP System mit 2.0.36er Kernel.

Wüßte ich nicht, daß woanders der Linux NFSserver scheinbar
funktioniert, so würde ich sagen, daß diese Version noch ein bißchen
alpha ist.

> > Die guten Suns reagieren auf so etwas ziemlich gekränkt, indem sie
> > sich nahezu aufhängen.
>
> Tolles Verhalten...
>

na ja da die Suns ja die letzten 6 Jahre funktioniert haben kriegt
Linux erst Mal die Schuld. Linux läuft aber auch nicht gerade schnell
wenn ein nfsserver nicht da ist....

falls es da einen Guru geben sollte, dessen Spezialgebiet ich hier
tangiere, kann er die Mail gerne kopiert kriegen. Wir sind ziemlich
gefrustet, der Scheiß hat uns schon mindestens zwei Arbeitswochen
gekostet.

mit gefrusteten Grüßen, Johannes



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